Anninger Trails Projekte 2026
Anninger-Trail Neue blaue Variante
Ab jetzt gehts auch einfacher bergab:
Die neue blaue Trail-Variante erleichtert den Einstieg ins Mountainbiken
Was ist geplant?
Der Anninger-Trail bekommt im untersten Abschnitt eine neue Trail-Variante. Sie führt vom Bereich der Friedrichswand über eine Länge von 500 Meter bis zum bestehenden Trailende. Mit geringem Gefälle und in leichter (blauer) Schwierigkeit angelegt, wird das Mountainbiken am Anninger damit zugänglicher, besonders für Kinder und Einsteiger.
Die neue Variante wird in einem Waldbereich angelegt, der bereits derzeit häufig von Erholungssuchenden frequentiert wird. Der Bereich besteht aus einem Streifen zwischen dem bestehenden Anninger-Trail und der Anningerstraße. Gemäß dem Waldentwicklungsplan ist dieser Bereich mit der höchsten Wertigkeit der Erholungs- und Wohlfahrtsfunktion ausgewiesen.
Warum braucht es eine neue Trail-Variante?
Der bestehende Anninger-Trail ist bei Mountainbiker:innen sehr beliebt. Mit seinem technisch einfachen, kurvenreichen und flowigen Verlauf bietet er Spaß für Biker:innen aller Könnensstufen. Im untersten Abschnitt wird der Trail allerdings geländebedingt deutlich schwieriger, das Gefälle wird steiler, der Weg steiniger und gestufter. Besonders Kinder und Einsteiger weichen deshalb hin und wieder diesem Abschnitt aus und fahren ab der Breiten Föhre stattdessen auf der Anningerstraße bergab.
Warum ist das Bergabfahren auf der Anningerstraße problematisch?
Die Anningerstraße wird von Wanderern und Bikerinnen im Uphill bereits stark genutzt, die hohe Begegnungsgeschwindigkeit stellt das gute Miteinander auf die Probe und ist vom Grundeigentümer nicht gewünscht. Die neue, einfachere Trail-Variante lenkt Mountainbiker:innen weg von der Anningerstraße und hilft damit, das gute Miteinander der verschiedenen Nutzergruppen im Wald zu erhalten.
Wie wird die neue Trail-Variante angelegt? Wie stark wird in die Natur eingegriffen?
Von Beginn der Planung wurde auf eine möglichst nachhaltige und ressourcenschonende Anlage der neuen Variante Wert gelegt. So verläuft der Trail zum größten Teil entlang bestehender Wege, Pfade und Lichtungen. Nur dort, wo Gelände und bestehende Wege zu steil sind, wird ein neuer Weg angelegt. Wie bei allen Trails am Anninger, wird dazu kein Baum gefällt. Ebenso wird der Trail in Handarbeit angelegt, Bagger oder andere schwere Geräte werden nicht verwendet.
Im Zuge der Fertigstellung der neuen Variante werden die bestehenden Trail-Varianten überarbeitet, eine entstandene Weggabelung rückgebaut und der Abfluss des Oberflächenwassers verbessert, um Bodenerosion zu minimieren.
Warum jetzt? Woher kommt die Initiative?
Im seit 2019 umgesetzten MTB-Konzept am Anninger ist einer der Eckpunkte, eine leichte Abfahrtsmöglichkeit abseits der viel genutzten Forststraßen zu schaffen. Dass der unterste Abschnitt des Anninger-Trails deutlich anspruchsvoller ist, wurde immer wieder aus Teilen der Bike-Community rückgemeldet – insbesondere auch im Rahmen der Diskussionsveranstaltung am Community-Tag im Mai 2025. Aus fachlicher und technischer Sicht wurden die erhöhten Schwierigkeiten auch durch Trailbau-Experten der Fachtagung der IMBA-Europe im Jahr 2024 bestätigt.
Die neue blaue Variante vervollständigt die im MTB-Konzept vorgesehenen leichten Abfahrtsmöglichkeiten und passt den Anninger-Trail an die stark gewachsenen und veränderten Nutzergruppen (Stichwort: Outdoor-Trend seit der Pandemie) an.
Wie verlief der Planungsprozess? Wer hat die Trail-Variante bewilligt?
Der Start des Planungsprozesses erfolgte in Gesprächen zwischen der MTB Initiative Anninger Trails (Sportunion Hinterbrühl) und dem Streckenbetreiber Wienerwald Tourismus. In mehreren Gesprächsrunden und Begehungen vor Ort wurde mit der Stadtgemeinde Mödling und der Bezirkshauptmannschaft als Forstaufsichtsbehörde ein Streckenverlauf festgelegt und genehmigt. Vielen Dank an alle Beteiligten für den offenen Diskussionsprozess und die konstruktive und lösungsorientierte Zusammenarbeit.
Wann und wie wird die neue Variante errichtet?
Die neue Variante soll bis Ende des Sommers 2026 errichtet werden. Nach ersten vorbereitenden Arbeiten werden die größten Schritten mit den Community-Bautagen im April und Mai 2026 gesetzt. Über den Sommer wird ein kleines Team erfahrener Trailbauer:innen der MTB Initiative Anninger Trails weiter arbeiten und den Trail fertig stellen.
Ermöglicht wird diese ehrenamtliche Arbeit dank der Unterstützung aus der Bike-Community, sowohl durch viele helfende Hände bei den Bautagen als auch durch finanzielle Spenden, die für Fortbildung, Werkzeug und Verpflegung verwendet werden.
